Core Facility Virale Vektor- und Genom-Editing Technologien


Molekulare Krebsforschung - ZellkulturDie Vektor-Core-Facility am IEGT unterstützt die Forschung der Universitätsmedizin Rostock und der Biowissenschaften an der Universität Rostock sowie externer Interessenten. Sie produziert virale und nicht-virale Gentransfersysteme (Vektoren) für die Forschung. Vektoren dienen der Einbringung von genetischem Material in eukaryontische Zellen unter Laborbedingungen oder im Versuchstier mit dem Ziel, der Zelle zusätzliche Fähigkeiten zu verleihen (Gen-Überexpression) oder deren Eigenschaften spezifisch zu blockieren (Gen-Knockdown). Abhängig von der wissenschaftlichen Fragestellung kommen unterschiedliche virale Vektoren zum Einsatz. Von Adenoviren abgeleitete Vektoren verändern Zellen nur vorübergehend. Auf der Basis von Lentiviren lassen sich Vektoren herstellen, die eine Zelle und alle Tochterzellen dauerhaft genetisch verändern. Durch den Einsatz effizienter Virustechnologien können systembasiert transgene Mäuse und Knockout-Mausmodelle ersetzt werden. Neben der Herstellung von Viren für die lokale Anwendung in vivo stellt die Entwicklung zell- und gewebespezifischer Adenovirusvektoren (sog. SmartViruses) für die systemische Vektorapplikation einen Schwerpunkt der Biotechnologieplattform dar.

Die Herstellung und der Gebrauch viraler und nicht-viraler Transfersysteme sowie der daraus hervorgegangenen stabilen Zelllinien unterliegen dem Gentechnikgesetz. So werden die Vektoren selbst und die mit ihrer Hilfe abgewandelten Zellen als gentechnisch veränderte Organismen angesehen. Produktion und Einsatz der Vektoren müssen daher der zuständigen Behörde gemeldet oder von ihr genehmigt werden.

Zum Service der Non-Profit-Einrichtung am IEGT gehören


  • die initiale Beratung über die Eignung und die Auswahl eines für das jeweilige Forschungsprojekt geeigneten Vektorsystems,
  • die Unterstützung bei der Planung der Experimente,
  • die Beratung zur Anmeldung bzw. die Antragstellung für Arbeiten mit viralen Vektoren bis zur Sicherheitsstufe 2 bei der zuständigen Behörde,
  • die Klonierung, Herstellung, Aufreinigung, Titration und Austestung Adenovirus- oder Lentivirus-basierter Vektoren,
  • im Einzelfall die Transduktion der zu behandelnden Zellen und
  • Schulung und technisches Training für lokale Nutzer, Studierende und Gastwissenschaftler zur Anwendung viraler Vektoren.