e:Med Systemmedizinischer Forschungsverbund – MelAutim – Systemmedizinische Untersuchung des Melanoms und der Autoimmunität im Kontext von Immuntherapien

Das Vorhaben MelAutim verfolgt das Ziel, die molekularen und zellulären Mechanismen für das Zusammenspiel von Krebs und Autoimmunität aufzudecken, insbesondere mit Hinblick auf Faktoren, die bei einer Immuntherapie an der Entstehung oder der Verschlimmerung bereits bestehender Autoimmunerkrankungen beteiligt sind. Aus diesem Verständnis soll mit Methoden der Systemmedizin ein Modell entwickelt werden, das bereits vor Therapiebeginn das individuelle Patientenrisiko einschätzen hilft und somit Ärzte bei der Auswahl der Therapie und der Kontrollintervalle unterstützt. Damit könnten zum einen therapeutische Ziele identifiziert werden, die eine Antitumorantwort hervorrufen ohne Autoimmunität zu induzieren. Auf der anderen Seite können durch Untersuchung dieses Modells, bei dem unter kontrollierten Bedingungen Autoimmunität ausgelöst wird, Erkenntnisse über die Pathomechanismen von Autoimmunerkrankungen gewonnen werden.

Teilprojekjt 1 (TP1): Beeinflussung des Zusammenspiels zwischen Melanom und Immunzellen durch Reprogrammierung des Tumorsekretoms

Das IEGT Projekt untersucht, wie Melanomzellen durch ihr Sekretom Immunzellen beeinflussen und dadurch die Tumorprogression, Immuntherapie-Resistenz sowie ein Aufflammen vorbestehender Autoimmunerkrankungen ermöglichen. Der Fokus liegt dabei auf den durch den Transkriptionsfaktor E2F1 in Tumorzellen induzierten immunmodulatorischen Eigenschaften des Melanom-Sekretoms. Da E2F1 seine prometastatische Funktion über Interaktionen mit Koregulatoren ausübt, sollen Kofaktoren gefunden werden, die die transkriptionelle Aktivität von E2F1 auf Zielgene mit immunmodulatorischen Funktionen lenken. Ziel ist es, die E2F1/Kofaktor/Zielgen-Axen zu identifizieren, die das Sekretom zur Deregulierung der Immunantwort und zugunsten der Tumorprogression reprogrammieren. Unter Verwendung systemmedizinischer Pharmakologie-basierter Ansätze sollen wirksamere molekulare Therapeutika entwickelt und in Mausmodellen getestet werden.

Projektleitung (SP1)

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Brigitte Pützer
Universitätsmedizin Rostock
Institut für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung

Partner

Prof. Julio Vera (Coordinator)
Universitätsklinikum Erlangen
Laboratory of Systems Tumor Immunology
Department of Dermatology

Prof. Olaf Wolkenhauer
Universität Rostock
Department of Systems Biology and Bioinformatics

Prof. Lucie Heinzerling M.D.
Universitätsklinikum Erlangen
Department of Dermatology

Prof. Ria Baumgrass
Signal Transduction, Deutsches Rheumaforschungszentrum (DRFZ), A Leibniz Institut, Berlin

Prof. Gerhard Krönke
Universitätsklinikum Erlangen und Friedrich-Alexander University Erlangen-Nürnberg
Department of Internal Medicine 3 – Rheumatology and Immunology
Nikolaus Fiebiger Center of Molecular Medicine

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 01ZX1905D, DLR Projektträger – Gesundheit gefördert.

Kontakt

Institut für Experimentelle Gentherapie und Tumorforschung
Core-Facility Virale Vektor & Genom-Editing Technologien
Biomedizinisches Forschungszentrum
Schillingallee 69
D-18057 Rostock

Sekretariat

    (+49) 381 494-5066
    (+49) 381 494-5062
    ingrid.winkler@med.uni-rostock.de
Department Leben, Licht & Materie
Forschungsbau LL & M
Albert-Einstein-Str. 25
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